Abschied vom Wunder

Diese Predigt hatte es in sich. Papst Franziskus als alleroberster Kirchenmann sagte am Fronleichnam das, was sich hirnbegabte Bibelleser sowieso schon immer gedacht haben: Jesus hat überhaupt keine Brote vermehrt. Was da in der Bibel steht, sei bildlich und symbolhaft zu verstehen. Ihm sei es um eine Metapher für das Teilen gegangen und er habe dafür das Bild der wunderbaren Brotvermehrung gewählt. Wie es so kommt, ist bloß das Bild des Wunders bei den Menschen hängen geblieben, die Sache mit dem Teilen: naja… Und jetzt rückt ein Papst die Sache wieder zurecht. Dafür gebührt ihm Applaus. Hoffentlich rückt er nach und nach auch andere unglaubliche Dinge zurecht, die nur zu gern für wahr gehalten werden: die Sache mit der Jungfrauengeburt etwa oder die Himmelfahrt oder die Pfingstgeschichte mit den plötzlich vielsprachigen Aposteln und und und…

Ein Kommentar zu „Abschied vom Wunder

  1. Sagen wir so – ich als Agnostiker darf das – , die (christliche) Religion geht von der Abgelöstheit von irdischer Logik aus und funktioniert auch so. Sich temporär ein paar eigene Claims abzustecken und sie, ach, so rational zu erklären, mag den Sieg einer einzelnen Schlacht erringen, stellt aber den langfristigen Erfolg infrage…

    Gefällt mir

Schreibe eine Antwort zu ansicht768643 Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s